
Im Rahmen eines Fahrkurses durfte ich im Alter von 9 Jahren neben dem dreifachen Formel 1-Weltmeister Niki Lauda einige Runden auf einer Rennstrecke drehen. Von diesem Tag an träumte ich davon, Rennfahrer zu werden!
Als 16-Jähriger stieg ich in den Kartsport ein, doch drei Jahre später erkrankte ich an Lymphdrüsenkrebs. Aber schon damals hatte ich einen eisernen Kampfeswillen, nur ein Jahr später bestritt ich die Kart-Europameisterschaft und nahm auch an weiteren WM-Läufen teil.
Dank moderner Therapien bin ich heute vom Krebs geheilt, was es mir ermöglicht, weiterhin meiner Tätigkeit als Rennfahrer im professionellen Rahmen nachzugehen.
Im Jahr 2000 absolvierte ich die WINFIELD-Rennfahrerschule. Nach meinem Abschluss am Gymnasium wurde ich noch im selben Jahr ich Gesamtsieger der zum letzten Mal ausgetragenen WINFIELD World Challenge. Als Siegespreis konnte ich mit Hilfe der Zeitschrift "Auto Illustrierte"-2001 an der französischen "Formule Renault Elf Campus"-Nachwuchsmeisterschaft teilnehmen, die ich auf dem fünften Gesamtrang beendete.
2002 entschied ich mich, eine Saison im Formel Renault Eurocup zu bestreiten.
2003 wechselte ich dann in die Formel VW. Ich lieferte eine packende Saison mit vielen Highlights und kämpfte bis zum letzten Rennen um den dritten Gesamtplatz!
Das Jahr 2004 bescherte mir eine bewegte Saison im Markenpokal SEAT Leon Supercopa. Das stark besetzte Feld brachte neun verschiedene Sieger, darunter mich, hervor. Insgesamt vier Mal erkämpfte ich mir einen Platz auf dem Podest und erreichte schließlich, trotz mehrerer technischer Probleme, den 5. Gesamtrang.
Infolge dieser Leistungen erhielt ich 2005 die Chance, mit dem berühmten Team ABT Sportsline um den Titel des Seat Leon Supercopa zu kämpfen. Als einer der schnellsten Fahrer im Feld blieb mir der große Erfolg mit einem 2. Platz in Hockenheim als bester Saisonplatzierung aber verwehrt! Ab der Mitte der Saison fuhr ich außerdem für das Team Leipert Motorsport im Ford Fiesta ST Cup.
Die Saison 2006 verlief für mich sehr erfolgreich, bis zum allerletzten Rennen hatte ich beste Chancen auf den Meistertitel im Seat Leon Supercopa. Nach einer unverschuldeten Kollision fiel ich aber mit nur 8 Punkten Rückstand auf den Meister bis auf den 3. Gesamtrang zurück. Im selben Jahr fuhr ich auch zum ersten Mal bei den 24h von Dubai mit. Zusätzlich startete ich außerdem beim Tuner GP am Hockenheimring und absolvierte für diverse Tuner und Rennteams Testfahrten, wobei mir wiederum die "Auto Illustrierte" zu einigen Jobs verhalf.
2007 wechselte ich in den spanischen Seat Leon Supercopa, in dem ich nach schwierigem Saisonstart immer besser in Fahrt kam und am Ende noch auf Platz 5 der Meisterschaft fuhr. Auch in diesem Jahr startete ich neben den 24h von Dubai beim Tuner GP mit, wo ich in zwei Kategorien gewinnen konnte. Neben dem 6h-Rennen im Rahmen der VLN, wo ich zusammen mit Christian Kosbu den Klassensieg einfuhr, stand ich bei meinen beiden Gaststarts für CAT Race im deutschen SEAT Leon Supercopa sowohl in Zandvoort als auch am Nürburgring als Dritter auf dem Podest.
Im Jahr 2008 nahm ich mit dem vom "Exagon"-Rennstall unterstützen SEAT SWISS RACING am erstmals ausgeschriebenen SEAT Leon EuroCup teil. Leider hatte ich viel Pech und kam nur in der Hälfte der Rennen ins Ziel. Lediglich ein 4. Platz in Oschersleben stand am Ende als zählbares Resultat.
Neben diesem Hauptbetätigungsfeld fuhr ich auf einem Porsche 997 RSR des Teams CAT Race meine ersten vier GT-Rennen mit insgesamt drei Pole Positions und vielen Führungskilometern. Zum Abschluss des Jahres startete ich außerdem im VIP-Auto von SEAT Deutschland beim SEAT Leon Supercopa im Rahmen der DTM in Hockenheim, ein dritter Platz bei diesem letzten Rennen war ein versöhnlicher Abschluss der sonst glücklosen Saison.
2009 konnte ich mit SEAT SWISS RACING im SEAT Leon EuroCup bei sechs Veranstaltungen einen Lauf (Porto) gewinnen und insgesamt fünf Mal aufs Podium fahren. Am Ende reichte das für einen tollen dritten Gesamtrang in der Meisterschaft.
Für das Team Gentle Swiss Racing nahm ich sowohl in der VLN Langstreckenmeisterschaft als auch am 24-Stunden-Rennen am Nürburgring teil. Nicht weniger als acht Podiumsplatzierungen (davon zwei Siege) standen bei elf gemeinsam absolvierten Rennen als erfreuliche Bilanz. Für das Team rhino's Leipert Motorsport habe ich zudem einen Gaststart im ADAC GT Masters absolviert, der im Rahmen des legendären 1000km-Rennens am Nürburgring mit einer Punkteplatzierung endete.
2010 stieg ich mit SEAT SWISS RACING in die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) ein. In der Rookiewertung konnte ich sechs Laufsiege einfahren und am Ende den 3. Rang belegen. In der Gesamtwertung reichte es zum 13. Platz. Sportliches Highlight waren Platz 4 und 5 beim Event in Marrakesch.
Mit Gentle Swiss Racing nahm ich an den 24h von Dubai und am Nürburgring sowie sporadisch an der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring teil (1x 2. Platz).
Kontakt:Fredy Barth ![]()